Dr.Thomas Nowotny zur Abschiebung psychisch erkrankter albanischer Mutter mit ihren Kindern // Wenn deutsche Behörden zu Schreibtischtätern mutieren. // Mindestens 20 Tote bei Anschlag auf Moschee in Afghanistan


Die Bayerische Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte informiert:
Akute Kindeswohlgefährdung: Schwerkranke Frau mit drei minderjährigen Kindern gewaltsam in Handschellen abgeführt und abgeschoben 


Sie wurde mit Hand- und Fußfesseln abgeschoben und erlitt zahlreiche Blutergüsse. Auch ihr 14jähriger Sohn Zef wurde gewaltsam abgeführt.

Dr. Thomas Nowotny/Bayerische Ärzteinitiative

Ging gerade an die Presse:
03.08.2017

Die Bayerische Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte informiert

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Akute Kindeswohlgefährdung: Schwerkranke Frau mit drei minderjährigen Kindern

Am Vormittag des 1.8.2017 wurde die albanische Familie Bardhoku mit Brachialgewalt aus dem Transitzentrum Manching abgeschoben, obwohl die Mutter unter einer schweren psychischen Erkrankung leidet. 

Noch am Vortag war ihre stationäre Aufnahme geplant, die sich wegen Bettenmangel nicht realisieren ließ.

Sie wurde mit Hand- und Fußfesseln abgeschoben und erlitt zahlreiche Blutergüsse. Auch ihr 14jähriger Sohn Zef wurde gewaltsam abgeführt.

Nach vorangegangenen Abschiebungsversuchen im März und April wurde nicht nur die Mutter, sondern auch die zweijährige Tochter Ina so schwer traumatisiert, dass eine längere stationäre Behandlung erforderlich war. Auch damals musste Ina mit ansehen, wie ihr Bruder und ihr Vater gefesselt abgeführt wurden, und reagierte mit einer schweren Verhaltensstörung.

Aktuell geht es der Mutter und den Kindern sehr schlecht. Wie die 11jährige Tochter Matilda mitteilt, liege die Mutter mit stärksten Kopfschmerzen im Bett und bekomme nicht die notwendigen Medikamente. Ina weiche ihrer Mutter nicht von der Seite, seit sie sie gefesselt sah. Alle Kinder hätten große Angst.

Da der Vater nicht mit abgeschoben wurde, sind sie auf sich selbst gestellt. Weder während noch nach dem Flug wurden die Kinder betreut.

Anders als in der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) von heute berichtet, hat sich der Gesundheitszustand der kleinen Ina schon vor der Abschiebung verschlechtert, so dass eine erneute Vorstellung im Kinderzentrum geplant war.

Die Ärzteinitiative fordert die bayerischen Behörden auf, Frau Bardhoku und ihre drei Kinder unverzüglich nach München zurückzufliegen und der erforderlichen medizinischen Behandlung zuzuführen!

Wie in vielen vorangegangenen Fällen ist der Umgang der Behörden mit fachärztlichen Attesten nicht akzeptabel.
Die von der SZ zitierte Behauptung, der Psychiater, der die Reiseunfähigkeit von Frau Bardhoku feststellte, sei "hinsichtlich der Gefälligkeitsgutachten amtsbekannt", weisen wir entschieden zurück. Unser Kollege ist als sorgfältig arbeitender Nervenarzt mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung traumatisierter Flüchtlinge bekannt.

Die Ärzteinitiative wird sich weiterhin mit allen rechtlichen Mitteln dafür einsetzen, dass diese menschenfeindliche Abschiebungspolitik aufhört.

Weitere Auskünfte:
Dr. med. Thomas Nowotny, Kinder- und Jugendarzt, 
Salzburger Str. 27, 83071 Stephanskirchen
Tel.: 08031 / 3918018, Fax: 08031 / 3918019

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Wenn deutsche Behörden mal wieder zu Schreibtischtätern mutieren und deutsche Beamte mal wieder alles durchführen, was befohlen ist. 

Eine Ausnahme, nein - keine Ausnahme! Der Ablauf, der hier in der vorliegenden Geschichte geschildert wurde, ist eben keine Ausnahme, sondern passiert in der Bundesrepublik Deutschland in dieser und in ähnlicher Form im Zuge von durchzuführenden Abschiebungen öfter. Die Vorgänge, die uns hier präsentiert werden haben mit der Würde des Menschen NICHTS mehr zu tun. 


Norbert Lammert Bundestagspräsident

Die Geschichte dieser Familie hat ja noch eine Vorgeschichte, der erste Versuch, der auch auf brutalste Weise durchgeführt wurde, hat nicht dazu geführt, dass die deutsche Behörde und die ausführenden Beamten auch nur ansatzweise ihr vollkommen unmenschliches Verhalten verändert hätten. 

Das kann ja nur bedeuten, dass hier eine klare Direktive an die Beamten ergangen ist, sich in allen Fällen so zu verhalten. Sonst hätte man ja noch von einem sogenannten Ausrutscher sprechen können. 

Das schwerkranke Menschen (hier eine Mutter mit Kleinkindern) dermaßen brutal im Auftrag des deutschen Staates behandelt werden, kann uns nur erschüttern. Damit verweise ich auf die Worte von Norbert Lammert in der Schautafel. 

Als täglicher Blog-Schreiber fällt es mir zunehmend schwerer, solche Geschichten täglich zur Kenntnis nehmen zu müssen. Als Mitglied der deutschen Zivilgesellschaft, hätte ich es NIEMALS für möglich gehalten, dass wir nach der NS-Zeit wieder von Schreibtischtätern und von Beamten schreiben müssen, die die Menschenrechte eindeutig mit Füssen treten. 
Horst Berndt August ´17 

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Mindestens 20 Tote bei Anschlag auf Moschee in Afghanistan


Bei einem Anschlag auf eine Moschee in Westafghanistan sind mehr als 20 Menschen getötet worden. Rund 30 weitere wurden verletzt, wie ein Krankenhaus in der Stadt Herat mitteilte.


Mehr als 20 Tote bei Anschlag auf Moschee in Afghanistan© AFP/Archiv Hoshang Hashimi

Bei einem Anschlag auf eine Moschee in Afghanistan sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Mehr als 30 weitere wurden verletzt, wie ein Krankenhaussprecher am Dienstag aufgrund einer neuen Opferbilanz in der Stadt Herat mitteilte. Die afghanische Regierung verurteilte den Anschlag scharf.

Ein Polizeisprecher sagte, “zwei Terroristen” seien an dem Angriff auf die schiitischen Dschawadija-Moschee in Herat beteiligt gewesen. Der eine habe einen Sprengstoffgürtel getragen, der andere sei mit einem Gewehr bewaffnet gewesen. Beide seien tot. Herat liegt im Westen Afghanistans an der Grenze zum Iran.

Die Regierung in Kabul sprach von einer “anti-islamischen Tat”. Sie rief alle Muslime im Land auf, sich der Gewalt entgegenzustellen. Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Die radikalislamischen Taliban wiesen eine Verantwortung zurück.

Am Montag hatte die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) einen Anschlag auf die irakische Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul für sich beansprucht. Dabei wurden nach jüngsten Angaben die Attentäter, ein Wachmann und eine Frau getötet. Zunächst hatte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Danach gab es eine stundenlange Schießerei mit seinen mindestens drei Komplizen.

Der IS hat in den vergangenen Monaten immer wieder schiitische Muslime und Moscheen im Land im Visier gehabt. Allerdings bezweifeln Experten, ob es direkte Verbindungen zwischen dem afghanischen IS-Ableger Provinz Chorasan (IS-K) und dem zentralen Oberkommando der Dschihadisten gibt.

Aus afghanischen Sicherheitskreisen heißt es, der IS könne sich als gefährlicher erweisen als die Taliban. Der vor allem für sein brutales Vorgehen in Syrien und im Irak bekannte IS war in den vergangenen Jahren auch nach Afghanistan vorgedrungen. Er strebt über seinen afghanischen Ableger die Herrschaft am Hindukusch, in Pakistan und in Teilen der Nachbarstaaten an.


Hier der Link zum Artikel von 24matins.de v. 01.08.2017 >>>

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Kommentare

  1. Dr. Anette Syndikus4. August 2017 um 23:42

    Bitte unterschreibt die zugehörige aktuelle Peitition von Thomas Nowotny:

    https://www.change.org/p/horst-seehofer-bitte-holen-sie-familie-bardhoku-sofort-zur%C3%BCck-d7b3de51-8803-4a55-8b4a-bc950fa17317

    Mein Kommentar dort:
    Wenn Recht auf diese unmenschliche Weise durchgesetzt wird, machen die bayerischen Behörden unseren Freistaat zum *Unrechtsstaat*: Der Schutz von Ehe und Familie sowie die körperliche und seelische Unversehrtheit gerade von Kindern müssen unbedingt Vorrang haben! Lesen Sie den Brief der Zwölfjährigen!

    Dieser Brief ist zu finden unter den Neuigkeiten zu einer früheren Petition von Thomas Nowotny:
    https://www.change.org/p/bundeskanzlerin-angela-merkel-keine-abschiebungen-nach-afghanistan/u/20968330?utm_medium=email&utm_source=113548&utm_campaign=petition_update&sfmc_tk=dfA8lZgy2FA246%2f0y6uoFo6rg3YVa05ko%2bHDfQ%2fyinOGiVbT5OH03LJYEA33Hl6f&j=113548&sfmc_sub=185922447&l=32_HTML&u=22282085&mid=7259882&jb=58

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